O&O Defrag 22

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Nelja (O&O)
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O&O Defrag 22

Beitrag von Nelja (O&O) » Fr 21. Sep 2018, 12:08

O&O Defrag 22

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Ist Defragmentierung nicht voll 90er?

Da denkt man, die Zeiten der Defragmentierung wären vorbei, jetzt wo es SSDs gibt, und stellt fest: Stimmt gar nicht! SSDs profitieren von einer Defragmentierung. Ein Aufschrei geht durch die Menge, haben wir doch alle gelernt, dass SSDs sensibel sind und viele Schreibzugriffe nicht mögen.

So weit ist das korrekt, aber der Begriff „viele Schreibzugriffe“ wurde bisher nicht exakt definiert, denn es gab dazu noch keine genauen Zahlen. Nach einigen Jahren, die SSDs nun auf dem Markt sind, gibt es endlich die Ergebnisse der Langzeittests. Es ist einem normalen Benutzer einfach nicht möglich die maximale Anzahl an Schreibzugriffen auf einer SSD zu erreichen. Man müsste Jahrelang jeden Tag die SSD von vorne bis hinten beschreiben und löschen damit man die Speicherzellen zerstört. Selbst Rechner, die im Kontext der Arbeit verwendet werden, also täglich mindestens 8 Stunden und das mindestens 5 Tage die Woche bei durchschnittlich 50 GB geschriebenen Daten pro Tag, erreichen die maximalen Schreibzugriffe der SSD nicht innerhalb von 20 Jahren. Die Wahrscheinlichkeit ist größer, dass der Prozessor versagt, das Board abraucht oder die Lüfter ausfallen, was wiederum einen Großbrand auslöst und den Untergang der Firma bedeutet, weil die Versicherung nicht zahlen will.

Und was bringt die Defragmentierung?

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Nachdem wir nun also geklärt haben, dass unsere SSDs nicht in Gefahr sind, stellt sich die Frage, was bringt eine Defragmentierung einer SSD? Nun einerseits ist das Betriebssystem nicht in der Lage, mit unendlich vielen Fragmenten zu arbeiten. Es gibt eine Obergrenze, besonders für große Dateien, und wenn diese erreicht ist MUSS das Betriebssystem defragmentieren. Damit die Arbeit aber gar nicht erst ins Stocken kommt, defragmentiert es schon viel eher und zwar genauso wie es HDDs defragmentiert.

Sollte mal eine Datenwiederherstellung notwendig sein, weil man beispielsweise Ausversehen etwas gelöscht hat, funktioniert diese mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit, wenn die SSD eine geringere Fragmentierung aufweist.

Außerdem wird auch eine SSD langsamer, wenn sie fragmentiert ist, denn die einzelnen Teile müssen gefunden werden und auch die Anzahl der parallelen Zugriffe hat Grenzen. Dazu kommt das wohl entscheidendste: Wenn die SSD fragmentiert ist, belegt sie potentiell mehr Speicherzellen, denn das System merkt sich, aus wie vielen Fragmenten die Datei kam und speichert sie in ebenso viele wieder ab, auch wenn die Datei in weniger passen würde. Das bedeutet langfristig eine Belastung von mehr Speicherzellen als nötig wäre.

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Was hat jetzt O&O Defrag damit zu tun?

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Wir sind für das Defragmentieren von SSDs, ABER bitte schonend. Mag ja sein, dass das kein Problem ist, aber wir möchten uns trotzdem sicher fühlen. Also haben wir SOLID entwickelt. Diese Methode sortiert erst einmal die Fragmente zueinander, dann wird Durchlauf zwei gestartet, der lediglich die Lücken schließt.

Der Sinn dieser Sache ist folgender: Am einfachsten und schnellsten ist natürlich immer die Fragmente zueinander zu sortieren und eventuell sogar die Anzahl der Fragmente zu reduzieren. Die Zugriffe erfolgen dann schneller und die verwendeten Speicherzellen wurden reduziert. Wenn jetzt aber zwischen den Daten viele Lücken sind, werden diese zukünftig durch neue Daten aufgefüllt, die dann zwangsweise fragmentiert sind, denn es ist ja nicht genug Platz für die gesamte Datei. Unser Ziel ist aber, die aktuelle Fragmentierung zu entfernen UND die zukünftige zu reduzieren, damit eben möglichst wenig Speicherzellen belastet werden und folgende Defragmentierungen noch schonender sind als die erste.
Damit nach erfolgter Defragmentierung das System den gewonnenen Speicherplatz und die freien Zellen optimal verwendet, wird zusätzlich der TRIM Befehl der SSD ausgelöst. Das Resultat ist eine sofortige Verbesserung der Performance und zukünftige Schonung der Ressourcen

Was noch?

Das Beste an SOLID ist jedoch, dass es auch für HDDs geeignet ist und diese ebenfalls schont. Hier werden optimal die Bewegungen des Schreib-Lesekopfs reduziert und durch die Verhinderung zukünftiger Fragmentierung wird die Platte effektiv geschont.

Also wir empfehlen es zu wagen und die Angst abzuschütteln, denn sie ist unbegründet, wie wir nun wissen.

Ich wage es. Ab zum Download...

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