Partitionstabelle gelöscht, DiskRecovery hängt ab 59 %

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10101
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Partitionstabelle gelöscht, DiskRecovery hängt ab 59 %

Beitrag von 10101 » Do 30. Nov 2017, 03:47

Ich hatte eine Seagate Barracuda mit SMART-Fehler und wollte den SMART-Status irgendwie zurücksetzen. Dabei habe ich alle Funktionen der SeaTools (DOS und Windows) durchprobiert. Obwohl ich immer diese Disk ausgewählt hatte, hat es mir bei meiner Datendisk (NTFS, 1 TB) von Hitachi/IBM die Partitionstabelle gelöscht.

Nun habe ich mir DiskRecovery 11 (x64) als Instant-Installation auf einer anderen Disk im System installiert. Da behauptete Windows 7 x64, dass es nicht richtig installiert sei und wollte Kompatibilitätseinstellungen setzen, wobei ich aber auswählte, dass es richtig installiert sei. Das Gleiche kommt auch bei der 12er Version.

Das Live-Update bricht übrigens mit einem Fehler ab.

Ich habe nur Format Recovery ausgewählt, aber ab 59 % tut sich auf der Festplatte absolut nichts mehr. Auch nach 5 Stunden nicht. An der bis dahin angezeigten Anzahl von gefundenen Dateien und Verzeichnissen ändert sich auch nichts mehr. Ebenso wenig an der Restzeitanzeige. Nur die abgelaufene Zeit schreitet fort. Der Prozess wird mit 12-13 % CPU-Auslastung angezeigt und verbraucht 1,5 GB RAM.

Auf der Platte befinden sich auch einige Images in Form von 38 GB großen VHD-Dateien, für die in den Dateieigenschaften Komprimierung ausgewählt war.

Was kann ich tun?

Edit: Ist es möglich, dass die oben beschriebenen Probleme mit DiskRecocery damit zusammenhängen, dass die Instant-Installation auf einer Platte mit eingeschalteter NTFS-Komprimierung liegt?

Momentan teste ich EaseUS Data Recovery Wizard free, was den Punkt der gefundenen Dateien gegenüber DiskRecovery bis jetzt um 130000 überschritten hat und weitere findet. Das alles in kürzerer Zeit und mit gleicher Restzeit, wie O&O-DR es bei seinem Stillstand noch angezeigt hat. Dabei benötigt es 3 % weniger CPU-Last und 300 MB weniger Arbeitsspeicher. Ich bin da von O&O doch ziemlich enttäuscht.
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Brigitte (O&O)
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Re: Partitionstabelle gelöscht, DiskRecovery hängt ab 59 %

Beitrag von Brigitte (O&O) » Do 30. Nov 2017, 16:25

Hallo 10101,

wenn es sich um eine lizenzierte Version von O&O DiskRecovery 11 handelt, wenden Sie sich mit Ihrem Anliegen bitte direkt an den technischen Support:

support@oo-software.com

Die Testversion erlaubt keine Wiederherstellung der Dateien, daher können wir hier nur empfehlen die Analyse abzubrechen und sich die bisher gefundenen Partitionen bzw. Dateien/Verzeichnisse anzeigen zu lassen.
Brigitte (O&O)

10101
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Re: Partitionstabelle gelöscht, DiskRecovery hängt ab 59 %

Beitrag von 10101 » Fr 1. Dez 2017, 02:56

Hallo Brigitte,

es ist zwar keine lizenzierte Version aber dass man mit Demoversionen nur suchen und nicht wiederherstellen kann, ist ja klar. Die Suche macht doch aber keinen Unterschied, oder? Ich kann ja eine Software dieser Kategorie nicht blindlings kaufen und die lizenzierte Version wird höchstwahrscheinlich auch kein anderes Verhalten zeigen.

Ich habe nach der EaseUS Demo auch die von R-Studio scannen lassen. Beide schließen den Scan auch ab, aber die Ergebnisse sind für mich der Supergau. Keine der Elster-Steuererklärungen (*.elfo) wird gefunden und das Zertifikat (*.pfx) auch nicht. Auch keine der gesendeten Faxe (*.SFF). Und bei den gefundenen Dateien von Libre-Office (Briefe und Tabellen) und PDF Dateien (Kontoauszüge) sind die Dateinamen nicht mehr vorhanden. Auch Ordner sind keine mehr vorhanden. Die gefundenen Dateien (wegen der VHD-Images des Systemlaufwerks über 1,2 Millionen) sind so überhaupt nicht zuzuordnen. Viele Dateien lassen sich in der Vorschau auch nicht öffnen und sie stürzt ab oder es wird Datensalat angezeigt.

Wie ich gerade lese, könnte ich bei DiskRecovery Signaturen für die Dateiformate sff und elfo anlegen, aber wenn das Programm sich beim Suchlauf immer aufhängt und mit dem Taskmanager abgeschossen werden muss, bringt das natürlich nichts!

Leider sind mir dieses Jahr schon die Backups verloren gegangen und ich hatte vergessen neue Jobs anzulegen. Lebenslauf, Bewerbungen, Fotos, Bilder, Screenshots, Briefe, Tabellen, Faxe (auch an Gerichte und Behörden), Vorlagen, Registrierungsdaten, Rechnungen, Konto- und Depotauszüge, Steuererklärungen, eingescannte Sachen wie Kontoeröffnungsunterlagen, alte Internetradioaufnahmen. Mein ganzes Leben ist praktisch weg.

Da werden mir weder ein funktionierendes O&O DiskRecovery noch eine Datenrettungsfirma etwas bringen. Die machen auch nur RAW-Scans. Letztere vielleicht mit mehreren Programmen, aber die Dateinamen werden die auch nicht wieder bringen können. SeaTools hat die Partitionstabelle wohl mit Nullen überschrieben. Schlimmer geht es nicht. Eine echte Katastrophe, die allerdings genauso bestehen würde, wenn nach einem Einbruch der Rechner weg wäre. :-(

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Brigitte (O&O)
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Re: Partitionstabelle gelöscht, DiskRecovery hängt ab 59 %

Beitrag von Brigitte (O&O) » Fr 1. Dez 2017, 11:00

Hallo,

ein Hänger bei der Analyse kann verschiedene Ursachen haben, da auch andere Wiederherstellungsprogramme keine verwertbaren Dateien anzeigen ist ein weiteres Troubleshooting hier leider wenig erfolgversprechend. In vielen Fällen lassen sich vermeintlich verlorene Dateien noch retten. Da die Festplatte Smart-Fehler anzeigte, muß man davon ausgehen daß die Platte bereits Probleme hatte und durch die Belastung mit den Tests der Sea-Tools hier quasi den Geist aufgab.
Brigitte (O&O)

10101
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Re: Partitionstabelle gelöscht, DiskRecovery hängt ab 59 %

Beitrag von 10101 » Fr 1. Dez 2017, 11:49

Hallo Brigitte,

hier liegt ein Missverständnis vor. Die betroffene Festplatte hatte keine SMART-Fehler und ist auch nicht von Seagate, sondern von Hitachi!

Ich wollte mit SeaTools die SMART-Fehler der Festplatte von Seagate zurücksetzen und habe erst ein Firmware-Update vorgenommen und dann sämtliche Löschfunktionen angewendet, wobei ich selbstverständlich immer darauf geachtet hatte, dass die Seagate ausgewählt war. Die Warnungen über den Datenverlust bei den Löschfunktionen waren ja unübersehbar. Deshalb ist es ja um so ärgerlicher, überraschend und unverständlich, dass Seatools meine Datenplatte von Hitachi zerstört hat. Das sollte ja selbst nicht möglich sein, wenn ich die Hitachi ausgewählt hätte, was aber nicht der Fall war. Hitachi und Seagate sind ja nicht mal Tochterunternehmen. Mit Festplatten von IBM/Hitachi hatte ich in 20 Jahren noch nie ein Problem.

R-Studio und EaseUS haben schon Dateien gefunden, wie ich bei wahllosem Vorschau-Geklicke gesehen habe, aber die Dateien haben als Dateinamen nun einfach Zahlenkolonnen oder kryptische Zeichen wie aus einer Binärdatei. Es gibt auch meist kein Dateidatum mehr. Bei R-Studio konnte ich jetzt mit dem integrierten Hex-Editor auch Signaturen für elfo und sff Dateien erstellen. Da hatte ich noch uralte Sicherungen und wegen des Zertifikats habe ich meinen Elsterzugang gelöscht und einen neuen beantragt.

Zudem habe ich ein bisschen nach Computer-Forensik recherchiert. Da gibt es den Forensic Explorer, der aber so teuer ist, dass ich nun doch mal per E-Mail eine Anfrage an ein Datenrettungsunternehmen gerichtet habe. Die machen das auch mit Signaturen und benötigen 5 Muster von jedem unüblichen Dateityp. Ein Elster-Zertifikat hat man aber immer nur eins.

Auf der Website des deutschen Datenrettungsunternehmens sind 17 Jahre Erfahrung und etliche Großunternehmen als Referenz angegeben, aber die Erfolgsquote von über 98 % ist eher nichtssagend, da die meisten Fälle vermutlich einfacherer Natur sind. Der Preis geht bei 249 € los. Die Analyse ist kostenlos. Ein weiteres Unternehmen hat 26 Jahre Erfahrung, die gleichen Unternehmen als Referenzkunden und 99 % Erfolgsquote. Da geht es bei 149 € los, aber die Analyse kostet 69 €. Da kauft man am besten eine neue Festplatte und schickt die für die geretteten Daten gleich mit. Teuer wird es leider so oder so und das Risiko, dass ich hinterher auch nur Dokumente mit kryptischen Dateinamen und nicht alles wieder habe, bleibt trotzdem.

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